VALERIE

7. März 2010

Valerie

Wir freuen uns, unseren zweiten Titel für 2010 ankündigen zu können: Jaromil Jireš’ „Valerie a týden divů“ wird es nun auch endlich nach Deutschland schaffen.

Alice im Wunderland trifft Die Märchenbraut:

Großmutter: „Hedvika heiratet.“

Valerie: „Arme Hedvika.“

Das ist nur einer der vielen wunderbaren Momente in VALERIE. Der Film erzählt in umwerfenden Bildern vom Innenleben der 13-jährigen Valerie, die gerade die Schwelle zum Erwachsensein überschreitet. Im Gewand eines düster-poetischen Märchens mit Horrorelementen entwirft Jireš dabei einen surrealen Bilderbogen, in dem die kindlich-naive Welt eines jungen Mädchens zunehmend dunkle Risse bekommt: hinter der bröckelnden Fassade lauern dunkle Geschöpfe, die bereits ihre Finger nach Valerie ausstrecken…

Angela Carter soll von einer Vorführung des Films in London so begeistert gewesen sein, dass sie sich davon zu ihrer literarischen Vorlage für Neil Jordans ZEIT DER WÖLFE inspirieren ließ – die offenkundigen Parallelen sind jedenfalls kaum zu übersehen. Fantastische Bilder, eine tolle Ausstattung, die wunderbare Musik von Lubos Fiser und Jan Klusák und eine umwerfende Jaroslava Schallerová in der Hauptrolle machen aus Valerie ein hypnotisches Filmrätsel, das selbst 40 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner magischen Anziehungskraft verloren hat.

Details zum genauen Releasetermin und den (umfangreichen) Extras folgen.

POSSESSION im Filmmuseum Düsseldorf

4. Januar 2010

Possession

Und noch ein erfreulicher Hinweis in eigener Sache: im Rahmen der umfangreichen Jörg-Buttgereit-Retrospektive, die vom 08. – 28. Januar im Filmmuseum Düsseldorf stattfindet wird auch POSSESSION, einer von Jörg Buttgereits Lieblingsfilmen, zu sehen sein, und zwar am 28. Januar, um 17:30 Uhr in der Black Box. Wer also Zeit und Lust hat…

Das gesamte Programm kann unter folgendem Link durchstöbert werden:

http://www.filmmuseum-duesseldorf.de/fm/labels/Filmreihen.html

MARQUIS auf Arte

4. Januar 2010

Marquis

Gute Neuigkeiten für das noch junge Jahr:

Arte wird Mitte Januar nach längerer Pause seine großartige Arte-Trash-Reihe wiederbeleben. Mit dabei als Eröffnungsfilm: MARQUIS, und zwar in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar um 00:55 Uhr. Wer also bisher noch Bedenken hatte, der Film könnte zu sperrig sein, kann sich nun auf Arte selbst davon überzeugen, wie wunderbar witzig und leichtfüßig das alles funktioniert! Wir jedenfalls wünschen viel Spaß!

OVERLORD

30. Dezember 2009

Overlord… and now for something completely different!

Unser erster Titel für 2010 liegt in trockenen Tüchern. Wir freuen uns, Stuart Coopers außergewöhnlichen Kriegsfilm erstmalig in Deutschland im Heimvideoformat veröffentlichen zu dürfen.

Auf der Berlinale von 1975 noch mit dem silbernen Bären belohnt, wurde es kurze Zeit später sehr ruhig um den Film. In den USA z.B., für die gerade der Vietnam-Krieg zu Ende ging, war OVERLORD wohl der falsche Film zur falschen Zeit und verschwand nach einem kurzen und kleinen Kinostart vollkommen von der Bildfläche. Erst 2004, als Xan Cassavetes mit seiner Dokumentation Z Channel: A Magnificent Obsession, in der Ausschnitte aus OVERLORD zu sehen waren, auf diversen Festivals zugegen war, flammte das Interesse an Coopers Film wieder auf. Roger Ebert, der renommierte US-Filmkritiker der Chicago Sun-Times, feierte ihn kurz darauf und voll des Lobes sogar als die ‘bemerkenswerteste Wiederentdeckung’ des Jahres.

Der Reiz von OVERLORD liegt in seiner einzigartigen Verknüpfung von original Archivmaterial aus dem Fundus des britischen Imperial War Museums und der fiktiven Geschichte des jungen Tom Beddows. Dank der großartigen Kamera von Oscarpreisträger und Kubrick-Wegbegleiter John Alcott (BARRY LYNDON, UHRWERK ORANGE), der die Spielfilmhandlung in erlesenen, zum Teil fast surrealen Bildern einfängt, entstand ein einzigartiger Kriegsfilm, der sich deutlich von den anderen Vertretern des Genres abhebt. Nahtlos fügen sich die nachvertonten Originalaufnahmen in die narrativen Teile von OVERLORD. Das Ergebnis ist ein Film über den Krieg aus der persönlichen Sicht eines jungen Mannes, der sich als kleines Schräubchen im Räderwerk der Weltgeschichte verliert: „Es ist, als wäre man Teil einer Maschine, die immer größer wird, während wir kleiner und kleiner werden, bis nichts mehr übrig bleibt.“

“Bemerkenswert… Er hat sich einen Platz verdient im Pantheon der wichtigsten Filme über den 2. Weltkrieg” New York Times

“Ein unglaublicher Film… Ein Klassiker, den man gesehen haben muss.” New York Magazine

“Eine erstaunliche Leistung.” Die Welt

Details zum genauen Releasetermin und den (umfangreichen) Extras folgen.

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