DVD Schuber Singapore Sling

DROP OUT 021:
SINGAPORE SLING

Ein Film von Nikos Nikolaidis

Griechenland 1990
107 Min. (PAL – ungeschnitten)
Auf DVD & Blu-ray erhältlich.
FSK-Freigabe Ab 18
VÖ: 30. August 2013

Regisseur Nikos Nikolaidis, eine echte Ausnahmeerscheinung im griechischen Filmbetrieb, sorgte 1990 mit SINGAPORE SLING weltweit für Aufregung. Im Gewand eines klassischen Film Noir liefert uns Nikolaidis hier seine ganz persönliche Hommage an Otto Premingers LAURA – und die hat es in sich: vor den ungläubigen Augen des Zuschauers spielen sich Szenen ab, die man selbst im Bahnhofskino nur selten geboten bekam: Bondage, Inzest und Nekrophilie in gediegenem Schwarz-Weiß, Fetischismus und sexuelle Perversionen im Überfluss, dargeboten mit viel Hysterie und Liebe für absurde Komik, dazu ein bisschen griechische Tragödie, eine Prise schwärzester Humor, ein bisschen Slapstick à la Laurel & Hardy – und fertig ist ein Bastard von Film, wie es ihn in dieser Form wohl nur einmal geben dürfte.

INHALT:

Er nennt sich Singapore Sling, einer dieser Typen, die ständig hoffnungslosen Fällen hinterherjagen, Fällen, die Frauennamen tragen und nirgendwohin führen. Seiner heißt Laura. Es ist Jahre her, dass er sie das letzte Mal gesehen hat. Obwohl er vermutet, dass das Mädchen schon lange tot ist, kann er nicht aufhören, nach ihr zu suchen. Eines Nachts erreicht er das Haus, verwundet und am Ende seiner Kräfte. Er hat nichts mehr zu verlieren. Es regnet. In der Dunkelheit stehen zwei Frauen um ein offenes Grab im Garten. Heute Nacht wird jemand sterben…

TRAILER:

Bonusmaterial:

– „Directing Hell“ – 80-minütige Dokumentation über Regisseur Nikos Nikolaidis
– Interview mit Regisseur Nikos Nikolaidis
– Booklet

PRESSESTIMMEN:

„Immer dann, wenn man eigentlich meint schon fast alles gesehen zu haben, kommt so ein Film wie Singapore Sling daher und belehrt einen eines Besseren. Und bestärkt nebenbei den Filmsammler darin, dass es doch immer noch etwas zu entdecken gibt.“

Carsten Henkelmann, Sense of View.

„Dabei drückt durch „Singapore Sling“ nicht der Stempel reiner Kunst, eines Exploitationsvehikels, des Horrors oder zügelloser Erotik – eher einer eigens entwickelten Geografie der Beklemmung. Aus jedem dieser Genres stiehlt er die Stimmungen, Erzähltraditionen und stilistische Untermauerung, doch widersetzt sich normierter Bewertungsschemata und vorgefertigter Altlasten. Dieses überambitionierte Biest bedroht alles und fürchtet nichts. …  In seinem Ursprung ist „Singapore Sling“ terroristische Kunst: trostlos, dreist und entschieden entartet. Eine tödliche Verlockung!“

Stefanie Schneider, cereality.net

„‚Singapore Sling‘ ist schlicht großartiges Kino: herausfordernd, kraftvoll, verführerisch, humorvoll, bizarr, atemberaubend.“

Michael Schleeh, Filmgazette

„Singapore Sling hat bei aller Grausamkeit und Verwirrung, die der Film anrichtet, aber auch etwas seltsam Befreiendes an sich – wer diesen Film durchlebt und durchlitten hat, der wird die Klassiker des Film Noir künftig mit anderen Augen sehen. … Es wäre wünschenswert, wenn andere Filmemacher dem Beispiel des 2007 verstorbenen Nikos Nikolaidis folgen würden. Denn gegen die Erstarrungen von Formeln und vermeintlichen Erfolgsrezepten helfen ab und zu nur gezielte Schocks und Tabubrüche.“

Joachim Kurz, Kino-Zeit

BILDERGALERIE: