GANDU – Wichser

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GANDU – Wichser

GANDU

Ein Film von Q

Indien 2010

85 Min. (24p.) | 82 Min. (PAL)
(ungeschnitten)

Auf DVD & Blu-ray erhältlich

FSK-Freigabe Ab 18

VÖ: 24.02.2012

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Inhalt:

„ANTI-Bollywood par excellence.“ Les Inrocks

Gandu geht sein Leben gehörig auf den Sack: er lebt noch bei seiner Mutter, die ihn echt annervt, die Wohnung gehört ihrem Macker, der jeden Tag nur zum Vögeln vorbeischaut und das bisschen Kohle, das er hat, muss er ihrem Typen dann genauso regelmäßig aus der Hose klauen. Ansonsten vertreibt er sich die Zeit mit Pornos oder hängt auf der Straße rum. Nur für die wilden Raps, die er textet, kann er sich begeistern. All das ändert sich, als er Riksha trifft, der ein ausgesprochenes Faible für Bruce Lee hat – und einen ordentlichen Vorrat an Drogen. Während sie sich gemeinsam zudröhnen, geben sich Exzess und Absturz die Klinke in die Hand und alles verschwimmt: hatte er letzte Nacht wirklich zum ersten Mal Sex? Ist die Asian Dub Foundation tatsächlich in der Stadt, nur um mit ihm aufzutreten?

Kaum eine andere Filmnation neben Indien kann auf eine so langlebige, dominante und bis ins Detail verfeinerte Tradition von Bildercodes zurückblicken – provokante Themen und Anspielungen wurden hinter kleinsten Andeutungen versteckt – jede noch so geringe Abweichung von den rigiden Bilderregeln kam einem Skandal gleich und sorgte für hitzige Diskussionen. Man kann nur erahnen, wie lange, wie heftig es in Regisseur Q gebrodelt haben muss, bis sich dieser Druck explosionsartig auf der Leinwand bahn brach: GANDU ist eine einzige radikale Kampfansage an Bollywood und seine Codes. Basis und einzig gemeinsamer Nenner ist der rein formale Rahmen einer Erzählung, die hin und wieder von Songs unterbrochen wird. Der Rest von GANDU ist filmgewordener Tabubruch: ob sprachlich (Beschimpfungen und Fluchen), formal (wilde Onscreen-Titel; Split-Screens; radikale, wütende Schnitte), inhaltlich (das Bild der heil[ig]en Familie wird demontiert) oder auf der Bildebene (expliziter Sex; Masturbation; Drogenkonsum): nichts wird ausgelassen. So wundert es auch nicht, dass der Film in seinem Heimatland postwendend verboten wurde und Q gezwungen war, seine Festivalkopien förmlich aus dem Land zu schmuggeln. Ein wütender, radikaler, hochenergetischer Film, der mit sämtlichen Bollywoodklischees aufräumt… Wirklich mutiges Kino aus Indien!

Bonusmaterial:

- Behind the Scenes (30min)
– Berlin Episodes / Gandu auf der Berlinale (15min)
– WTFRV? – Tourdoku (10min)
– Musikclips
– 16 seitiges Booklet

Pressestimmen:

„Das bengalische Thrash-Metal-Rap-Musical packt sein Publikum an der Kehle und arbeitet sich von dort langsam nach unten vor… Ein erfreulich trangressiver Reim-befeuerter Rausch.“ VARIETY

„Es ist ANTI-Bollywood in so gut wie jeder Hinsicht: strenges Schwarz/Weiß ersetzt (größtenteils) die üblichen Bonbonfarben, experimenteller Hip-Hop und entsprechende Tanzeinlagen nehmen den Platz von penibel inszenierten Songs und Choreografien ein und entschieden familienuntaugliche Elemente (Nacktheit, expliziter Sex, realistische Darstellung von Armut und Drogenkonsum) ersetzen die jubilierenden Zauberpossen mit Happy End. Ach ja: und der Titel heißt übersetzt soviel wie ‚Arschloch’ oder ‚Wichser’.“ Three Imaginary Girls

„Dieser Film kommt fast wie ein politisches Statement daher, wie eine Revolution des südasiatischen Films. Was auch immer der südasiatische Mainstreamfilm repräsentiert – GANDU ist nichts davon. Er ist nicht bunt, er ist nicht höflich, er ist nicht märchenhaft, und er ist nicht im Geringsten brav. Mit dem Begriff ‚transgressiv’ wurde, was Filme anbelangt, in den vergangenen Jahren recht großzügig um sich geworfen, aber keiner der Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe, hat diese Bezeichnung mehr verdient als GANDU.“ Josh Hurtado [TWITCH]

„Und wenn es nur eine Sache gibt, die GANDU unmissverständlich deutlich macht, dann ist es diese: sollte er den nötigen Willen und die nötige Unterstützung dazu haben, dann könnte aus Q sehr schnell Indiens Antwort auf Gaspar Noë werden.“ Todd Brown [TWITCH]

„Lang lebe GANDU und seine in Rap verpackte Wut!“Dearcinema.com


Bildergalerie:

Trailer:

folgt in Kürze

GANDU

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