DVD Schuber CLEAN, SHAVEN

DROP OUT 011:
CLEAN, SHAVEN

Ein Film von Lodge Kerrigan

75 Min. PAL // 79 Min. 24p (ungeschnitten)
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
FSK-Freigabe Ab 16
Auf DVD und BLU-RAY.
VÖ: 27. Mai 2011

1994 überraschte ein junger Regisseur auf den Filmfestspielen in Cannes und Sundance mit einem Debütfilm, der wie nur wenige Filme zuvor das Publikum genau dort traf, wo es richtig wehtut. Mit minimalem Budget, ausgefeiltem Sounddesign und maximalem Einsatz aller Beteiligten drehte Lodge Kerrigan in einem Zeitraum von über zwei Jahren einen Film, der sich nicht nur mit dem Thema Schizophrenie auseinandersetzen wollte, sondern sich nichts Geringeres vorgenommen hatte, als sein Publikum Schizophrenie am eigenen Leib spüren zu lassen: auditive Halluzinationen, gesteigerte Paranoia, dissoziative Empfindungsstörungen… Angst… Mit Peter Greene in seiner bisher eindringlichsten Rolle als ein mit seinen inneren Dämonen ringender Vater auf der Suche nach seiner Tochter.

INHALT:

Ein Mann steigt in ein Auto, nachdem er die Tür aufgebrochen hat. Dann holt er seinen Zündschlüssel aus der Hosentasche und fährt weg. Er versucht, das Radio einzustellen. Rauschen, verzerrte Stimmen, undeutliche Musik. Stromleitungen surren. Er schlägt die Scheibe seines Autos ein, verklebt das Fenster mit Zeitungspapier, den Rückspiegel mit Klebeband. In einem Restaurant unerträglicher
Lärm von überall. Ein vermisstes Kind auf einer Milchtüte. Er kippt sich Zucker in den Kaffee… und endlich: alles ist totenstill. Seine Tochter. Er will sie wiedersehen… Währenddessen untersucht ein Detective den hiesigen Mord an einem kleinen Mädchen.

Bonusmaterial:

– Audiokommentar mit Regisseur Lodge Kerrigan und Produzent und Regisseur Steven Soderbergh (OCEAN’S ELEVEN, OUT OF SIGHT, TRAFFIC)
– 12-seitiges Booklet mit Texten von Michael Schleeh und US-Filmkritiker Michael Atkinson

PRESSESTIMMEN:

„„Absolut fesselnd und herzzerreißend. Ein unvergessliches Seh-Erlebnis!““

Steven Soderbergh

“Seine Ehrlichkeit und Ausdruckskraft haben mich umgehauen!“

Darren Aronofsky

„Der Wahnsinn deutet sich immer wieder auf der Audiospur an, und das nicht weniger intensiv oder genial als bei Lynch. Und obwohl Norman Bates, die Melange aus Ed Gein und einem Schizophrenen, als filmische Ikone nahe läge, verbitten sich derartige Vergleiche geradezu, denn in Schauspielführung, Bildgestaltung und Intensität, in dem Schaffen eines Vakuums, das den Zuschauer einsaugt und beinahe verschluckt, ist Clean, Shaven absolut einzigartig.“

Sascha Keilholz, critic.de

„In einer Zeit, als das junge amerikanische Independent-Kino längst die Durstrecke der 1980er hinter sich gelassen hatte und in den 1990er einen bemerkenswerten Aufstieg feiern konnte, nahm sich Kerrgians Clean, Shaven nicht allein wegen seines Budgets, sondern vor allem wegen seines radikal subjektiven und experimentellen Ansatzes wie ein Solitär aus, dessen Ruf als Ausnahmewerk von verstörender Intensität zumindest in Expertenkreisen bis heute anhält. “

Joachim Kurz, Kino-Zeit

BILDERGALERIE:

Das Filmmagazin Box Office über CLEAN, SHAVEN