DER BOXER UND DER TOD

DER BOXER UND DER TOD - Poster

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DER BOXER UND DER TOD

Ein Film von Peter Solan

Tschechoslowakei 1963

120 Min. (ungeschnitten)

Im Frühjahr 2017 mit umfangreichem Bonusmaterial auf DVD & Blu-ray!

1962 entstanden in der Slowakei drei außergewöhnliche Filme, die das slowakische Kino nicht nur in der Tschechoslowakei sondern auch international bekannt machten: 1963 gewannen Peter Solans DER BOXER UND DER TOD, Martin Hollýs KRÄHEN ZIEHEN VORÜBER und Štefan Uhers DIE SONNE IN EINEM NETZ Preise auf dem 5. Festival des Tschechoslowakischen Films in Ústí nad Labem. DER BOXER UND DER TOD wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres und gewann nicht nur nationale Preise, sondern auch einen Carl-Foreman- und einen Darius-Milhaud- Preis für Wiliam Bukovýs Musik auf dem Internationalen Filmfestival in San Francisco. Der Schauspieler Štefan Kvietik erhielt 1963 außerdem den Trilobit, einen renommierten nationalen Filmpreis, für seine “tief bewegende und präzise Darstellung seiner Figuren in DER BOXER UND DER TOD und KRÄHEN ZIEHEN VORÜBER“. DER BOXER UND DER TOD basiert auf einer Kurzgeschichte des polnischen Schriftstellers und Dramaturgen Józef Hen, die 1964 auf Deutsch und 1958 in tschechischer Übersetzung erschienen war. Trotz des Verbots, das Pavol Dubovský, der Leiter der slowakischen Filmbehörde, im August 1959 ausgesprochen hatte, gab die Kunstbehörde das Drehbuch für den Film frei. Dennoch sollten noch mehr als zwei Jahre vergehen, bevor die Dreharbeiten überhaupt beginnen konnten. Die polnische Filmemacherin Wanda Jakubowska, die selbst in Auschwitz war und ihre Erlebnisse in ihrem Film DIE LETZTE ETAPPE (Ostatni etap, 1947) verarbeitet hatte, sollte ursprünglich die Produktionsvorbereitungen betreuen. Der Plan scheiterte allerdings wegen unterschiedlicher Ansichten darüber, wie mit dem sensiblen Thema umzugehen wäre. Der Autor der Vorlage, Józef Hen, Drehbuchautor Tibor Vichta und Regisseur Peter Solan schrieben acht leicht unterschiedliche Fassungen des Drehbuchs. Gedreht wurde vor Ort in einem ehemaligen jüdischen Arbeitslager nahe der slowakischen Stadt Nováky. Das Lager wurde 1941 errichtet und hatte 1.200 bis 1.800 Häftlinge. Die internationale Besetzung des Films bestand aus dem damals 28-jährigen slowakischen Schauspieler Štefan Kvietik, der neben Valentina Thielová und Jindřich Narenta aus Tschechien, Manfred Krug, Gerhard Rachold und Edwin Marian aus Deutschland und Józef Kondrat aus Polen zu sehen ist.
 
INHALT:
Als der ehemalige Preisboxer und jetzige KZ-Kommandant Kraft herausfindet, dass Häftling Komínek auch schon im Ring gestanden hat, setzt er dessen Exekution aus, um einen kleinen Übungskampf mit ihm zu veranstalten. Unzufrieden mit dessen körperlicher Verfassung und gelangweilt vom Kampf gegen den Sandsack befiehlt Kraft kurzerhand, Komínek in den nächsten Wochen alle Freiheiten zu gewähren, um sich auf einen echten Boxkampf vorbereiten zu können. Während Komínek von nun an seine Zeit damit verbringt, wieder zu Kräften zu kommen und für den aussichtslosen Kampf zu trainieren, sorgt sein privilegierter Status zunehmend für Spannungen unter seinen Mithäftlingen…

TEASER:

 

Pressestimmen:
„Ein starkes und leider weitgehend vergessenes Filmjuwel.“ Bonjourtristesse.net

„Manfred Krug in der besten Rolle seines Lebens.“ MUBI.com

„Peter Solan war nicht nur das wahre Genie des slowakischen Films, sondern auch einer der vielseitig-experimentierfreudigsten Regisseure des europäischen Kinos. Zudem ruft DER BOXER UND DER TOD in Erinnerung, welch fabelhafter, eminent physischer, dabei aufmerksam-intelligenter Darsteller Manfred Krug in seinen jungen Jahren war.“ Deutsches Historisches Museum / Olaf Möller

 
Filmszenen:

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